Haltung
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Grundausstattung des Käfigs oder Außenstalls
Wo bekommt man Zubehör und Futter?
Haltung in der Wohnung
Der Innenkäfig
Zusammenfassung Käfighaltung
So wird das Kaninchen stubenrein
Ausflug in den Garten
Außenhaltung
Der Außenstall
Zusammenfassung Außenhaltung
Wie viele Kaninchen?
Kann man erst mal ein Kaninchen nehmen und später ein zweites dazu tun?
Männchen oder Weibchen?
Kastration

Grundausstattung des Käfigs oder Außenstalls

Die Grundausstattung ist bei beiden Haltungsarten fast gleich (Besonderheiten siehe unten):
- Ein Futternapf für Trockenfutter und ein Futternapf für Grünfutter, hier haben sich Futternäpfe aus Ton bewärt, da sie nicht so leicht umgeworfen werden können.

- Ein bis zwei Trinkspender: pro Tier sollten mindestens 450ml Wasser pro Tag zur Verfügung stehen, der Trinkspender hat im Gegensatz zum Wassernapf den Vorteil, dass er nicht umgeworfen werden kann und das Wasser immer sauber bleibt.
Es gibt verschiedene Arten von Trinkspendern einmal die "normalen" die es in den Zoogeschäften zu kaufen gibt und solche die man z.B. bei Kaninchenzuchtverbänden, Züchtern und wenigen Zoofachgeschäften bekommen kann. Mit den letzteren haben wir die besseren Erfahrungen gemacht, denn sie sind zum einen wesentlich stabiler (sie platzen auch nicht, wenn sie einfrieren) und zum anderen leicht bedienbar, da sie oben geöffnet werden können und das Wasser einfach nach gegossen werden kann. Es gibt sie in den Größen von 500ml und 1000ml, der Preis beträgt ca. 10 DM.

- Ein Salzleckstein, damit das Zwergkaninchen seinen Salz- und Mineralstoffbedarf decken kann.

- Einstreu: Weichholzspäne (Kleintierstreu) haben sich als "Untereinsteu" bestens bewährt, sie sind sehr saugfähig und nimmt den Geruch auf. Auf die Späne streut man am besten Stroh als "Übereinstreu", damit das Kaninchen immer trocken sitzt; außerdem fliegen die Späne nicht im ganzen Zimmer umher, wenn das Kaninchen im Käfig tobt; bei Angorazwergkaninchen sorgt das Stroh dafür, dass die Späne sich nicht ins Fell setzten. Hier ein Tipp für Allergiker: Im Zoofachhandel bekommt man Stohpellets, die staubfrei sind und von den meisten Allergikern besser "vertragen" werden als Sägespäne. Es soll nämlich schon vorgekommen sein, das Jemand dachte er sei allergisch auf sein Kaninchen, dabei war es nur die Einstreu.

- Eine Heuraufe, die nach Möglichkeit Außen am Käfig befestigt wird, damit das Kaninchen nicht daran hängen bleiben und sich verletzten kann. Bei Außenställen, kann die Raufe nicht Außen angebracht werden, man sollte sie so (hoch) befestigen, das dass Kaninchen nicht von Oben hineinspringen kann oder eine Art Deckel dafür bauen. Die andere Möglichkeit ist das Heu in eine Ecke des Käfigs zu legen. Bei dieser Variante müssen jeden Tag die Heureste aus dem Käfig entfernt werden, damit das Kaninchen kein verschmutztes Heu frisst.

- Ein Häuschen, am besten geeignet sind unlackierte Holzhäuschen (Eigenbau oder gekauft) mit einem Flachdach, auf dem die Kaninchen sitzen können.

- Ein Sitzbrett, ein unlackiertes Brett (ca. 20 cm breit und 1,5 - 2 cm dick), das von einer Seite des Käfigs auf die anderer führt, kann Zusätzlich im Käfig angebracht werden oder als Häuschen Ersatz dienen. Das Brett sollte in so angebracht werden, dass das Kaninchen bequem darauf oder darunter sitzen kann.

- Eventuell ein Nagestein, lieber sind den Kaninchen allerdings Äste von Obstbäumen oder Hartes Brot (è Ernährung)

- Toll finden Kaninchen auch eine "Sand- oder Erdkiste" in der sie nach Herzenslust rumbuddeln können.


Nicht bewährt haben sich:

- Eckklos, sie werden von den Kaninchen durch den ganzen Käfig befördert und sind eigentlich nutzlos, da sich die Kaninchen sowieso eine Ecke des Käfigs aussuchen, welche sie als Klo verwenden. Diese ist dann genauso leicht zureinigen ist wie ein Eckklo und wird zuverlässiger benutzt.

- Zeitungspapier als Unterlage unter die Späne, da die Kaninchen sie meistens herausziehen und anfressen, was nicht gerade gesund ist und auch nicht schön aussieht.

- Häuschen oder Näpfe aus Plastik, da sie leicht umgestoßen werden und die Kaninchen sie annagen.

- Wassernäpfe werden dauernd umgestoßen, oder wenn das nicht möglich ist, landet Späne und Stroh in ihnen. Ausnahme: Bei Außenhaltung im Winter sind sie nützlich, weil sie nicht so schnell einfrieren wie Trinkspender, welche dann auch platzen können (die stabilen platzen nicht, aber einfrieren tun sie natürlich trotzdem!).

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Wo bekommt man Zubehör und Futter?

Im Zoofachhandel bekommt man so ziemlich alles was man braucht wie z.B. Futternäpfe, "normale" Trinkspender, Kleintierstreu, Heu, Käfige u.s.w. Dies ist zwar die praktischere Methode , aber oft nicht die günstigste.
Heu (4-7 DM pro Ballen) und Stroh (2-4 DM pro Ballen) kann man auch beim Bauern bekommen, allerdings muss man darauf achten, dass es von "kaninchengerechter" Qualität ist, d.h. gut riecht und nicht staubig ist. Natürlich muss man auch den Platz für die Lagerung haben oder man fragt den Bauern ob man nur ein paar Lagen bekommen kann.
Auch Trockenfutter, Weichholzspäne und Näpfe kann man wesentlich günstiger bei Futtergroßhändlern ("Futtermühlen") bekommen. Hier gibt es 25 kg Kaninchenpellets (Zuchtfutter) für 15 bis 20 DM oder wer es bunt mag: 25 kg Kaninchenmüsli (also ähnliches Futter wie im Zoogeschäft) für ca. 39 DM. Man kann dort auch kleinere Mengen erwerben.
Käfige kann man auch gebraucht z.B. in der AVIS bekommen, allerdings sollte man solche Käfige gründlich reinigen und desinfizieren bevor man sie benutzt. Neue günstigere Käfige bekommt man z.B. Bei Karstadt (Käfig 120X60X50 ca. 1OO DM). Habt ihr auch noch Geheimtipps?
Schickt sie bitte an Webmaster@zwergkaninchen.de damit ich sie hinzufügen kann.

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Haltung in der Wohnung

Zwergkaninchen eignen sich auch ideal zur Wohnungshaltung, sie sind eigentlich auch in allen Wohnungen erlaubt. Am praktischsten ist es einen fertigen Käfig zu kaufen, ob der nun neu oder gebraucht ist, ist dem Kaninchen relativ egal. Nur sollte man gebrauchte Käfige desinfizieren bevor das Kaninchen darin einzieht. Der Käfig sollte an einem zugfreien, hellen Platz stehen (nicht in der prallen Sonne!).
Wenn im Haushalt noch andere Tiere z.B. ein Hund lebt sollte man sich überlegen, ob man den Käfig auf einen Tisch stellt, dies hat allerdings den Nachteil, dass man das Kaninchen nicht jederzeit im Zimmer hoppeln lassen kann oder es zumindest nicht jeder Zeit in seinen Käfig zurück kehren kann. Kaninchen brauchen Auslauf, wenn sie in der Wohnung gehalten werden sollte man sie mindestens einmal am Tag (unter Aufsicht) im Zimmer hoppeln lassen. Achtung Elektroleitungen! Bevor man das Kaninchen im Zimmer laufen lässt sollte man sich vergewissern, das sich keine Elektroleitungen in Reichweite des Kaninchens befinden, da sie angeknabbert werden könnten und das Kaninchen einen tödlichen Stromschlag bekommen könnte. Auch Zimmerpflanzen können giftig sein, deshalb sollten sie sich außerhalb der Reichweite des Kaninchens befinden. Türen sollten immer vorsichtig geöffnet und geschlossen werden, damit das Kaninchen nicht versehentlich eingequetscht wird. Außerdem sollte man bedenken, das Kaninchen auf Parkett und Kunststoffbelägen wegrutschen und nicht so gut hoppeln können.

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Der Innenkäfig

Die Größe des Käfigs sollte mindestens 100 X 50 X 45 cm betragen, egal ob darin nun ein oder zwei Tiere leben sollen. Natürlich gilt hier je größer desto besser... Bei dem Käfig sollte man beim Kauf darauf achten, dass der Käfig eine Seitenklappe besitzt, damit das Zwergkaninchen, wenn es im Zimmer laufen darf, jeder Zeit in seinen Käfig zurück hoppeln kann und seine "Toilette" benutzen kann. Außerdem ist es praktisch, wenn sich der Käfig auch von oben öffnen lässt, damit man das Kaninchen leicht herausnehmen oder füttern kann.
Nicht so schön für das Kaninchen finde ich Käfige die im auch oberen Teil Plexiglas haben und nur von oben zu öffnen sind, denn so ist das Kaninchen doch sehr von der Außenwelt abgeschnitten und Belüftung eines Gitterkäfigs ist doch wesentlich besser.
Der Käfig sollte ca. einmal die Woche ganz saubergemacht werden und alle paar Tage sollte die Ecke, die sich die Kaninchen als "Klo" ausgesucht haben ausgemistet werden. Im Allgemeinen merkt man von ganz alleine, wann der Käfig sauber gemacht werden muss, bei einer Komplettreinigung sollte man die Käfigschale mit Wasser ausspülen und eventuell verschmutzte Häuschen und Näpfe reinigen. Trinkspender lassen sich am besten mit Flaschenbürsten für Babyflaschen reinigen.


Standplatz des Innenkäfigs

Es muss leicht (und zu jeder Zeit möglich) sein den Käfig zu reinigen oder das Kaninchen mit Futter und Wasser zu versorgen.
Der Käfig darf nicht in der prallen Sonne oder direkt neben der Heizung stehen aber auch nicht in der Zugluft.
Der Käfig sollte möglichst nicht im Fernsehzimmer stehen, da Kaninchen besser hören als der Mensch und so von dem "Fernsehlärm" gestört werden.

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Zusammenfassung Käfighaltung

Käfig mindestens 100 X 50X45 cm groß, besser größer; sollte eine Seitenklappe haben und auch von oben zu öffnen sein.

Ausstattung:
2 Futternäpfe aus Ton oder Steingut
1 Trinkflache
1 Salzleckstein
1 Häuschen und/oder
1 Sitzbrett
1 Heuraufe
Einstreu: Weichholzspäne und Stroh

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So wird das Kaninchen stubenrein

Kaninchen sind von sich aus sehr saubere Tiere, sie benutzen eigentlich immer nur eine Ecke ihres Käfigs als Toilette. Das kann man sich sehr zu nutze machen:
Schon bevor man das Kaninchen im Zimmer laufen lässt stellt man ein Katzenklo in einer bevorzugten Ecke auf und setzt das Kaninchen als erstes dort hinein. Dann beobachtet man das Kaninchen, wenn es im Zimmer herum läuft. So bald es unruhig wird oder ein Paar Ködel fallen lässt setzt man es zurück in das Katzenklo (oder den Käfig) und belohnt es. Meistens lernen Kaninchen die schnell, dass sie ihr Geschäft im Katzenklo (oder im Käfig) verrichten sollen und gehen dazu dann von selbst dorthin.

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Ausflug in den Garten

Wenn ein Garten vorhanden ist kann man das Kaninchen an schönen Tagen (Tagestemperatur mindestens 20° C) auch mal auf den Rasen in einen Auslauf setzen. Am Anfang sollte man das Kaninchen nur 1-2 Stunden auf den Rasen setzen, damit es sich an das Grünfutter gewöhnen kann.
Man sollte ab und zu nach dem Kaninchen sehen, damit es sich nicht unbemerkt unter dem Gehege durchbuddelt und darauf achten, dass der Auslauf sicher steht und es keine Durchschlupfmöglichkeit gibt.
Der Käfig sollte von ober vergittert sein oder einen Deckel haben, damit das Kaninchen nicht entwischen kann und sicher vor Hunden und Katzen ist.
Halbgeschlossene Deckel haben den Vorteil, dass sie gleichzeitig Schatten spenden. Man sollte sein Kaninchen nie der prallen Sonne aussetzen und immer dafür sorgen, dass es sich auch in den Schatten legen kann. Natürlich sollte auch in den Auslauf ein Napf mit Wasser gestellt werden, damit das Kaninchen jeder Zeit trinken kann.
Außerdem sollte man sich überlegen, ob man sein Kaninchen impfen lässt, da es im Auslauf eventuell mit Mücken und Fliegen in Kontakt kommen kann und so vielleicht Myxomatose bekommen kann. (è Krankheiten è Impfungen)

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Außenhaltung

Alle Rassen der Zwergkaninchen können das ganze Jahr draußen gehalten werden. Natürlich kann man kein Wohnungskaninchen im Winter in einen Außenstall setzen und erwarten, dass es dort glücklich ist und nicht friert. Aber wenn man ein Kaninchen ab dem Frühling draußen hält, kann es das ganze Jahr draußen bleiben, weil es sich ein warmes Winterfell angelegt hat.
Möchte man sich im Herbst oder Winter ein neues Kaninchen anschaffen, so sollte man es aus Außenhaltung kaufen, oder man muss das Kaninchen bis es wärmer wird in der Wohnung halten.
Der Stall sollte ca. einmal im Monat ganz sauber gemacht werden, zwischendurch reicht es die Ecke zu säubern, die sich die Kaninchen als "Klo" ausgesucht haben. Wenn man sich für die Außenhaltung entschließt sollte, man sich auch gleichzeitig dazu entschließen zwei oder mehr Kaninchen zu halten, denn - mal ehrlich - haben Sie Lust, im Regen draußen bei ihrem Kaninchen zu stehen und sich mit ihm zu beschäftigen? Kein Mensch hat IMMER Zeit für sein Kaninchen, deshalb sollte man sowieso immer mindestens zwei Kaninchen zusammen halten. Dann braucht man auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man mal weniger Zeit hat.
Jetzt kommt meistens das Argument zwei Kaninchen gleich doppelte Arbeit, aber das stimmt nicht, denn saubergemacht werden muss ein Kaninchen sowieso und die eine Hand voll Heu mehr macht den Kohl auch nicht fett, oder?
Außerdem sollte man seine Kaninchen impfen lassen, da das Risiko Myxomatose oder RHD (è Impfungen) zu bekommen für draußen lebende Kaninchen wesentlich höher ist, als für Wohnungskaninchen.
So ganz ohne Innenkäfig kommt man auch hier nicht weg, für den Notfall sollte man einen besitzen, er muss auch nicht so groß sein, weil das Kaninchen, ja nur vorübergehend darin leben soll, wenn es krank ist.


Vorteile der Außenhaltung:

- keine Streu fliegt im Haus herum
- die Ställe stinken nicht
- die Ställe sind meist größer und deshalb artgerechter
- Allergiker haben im Allgemeinen keine Probleme
- die Kaninchen fühlen sich wohl, sie lieben es zu buddeln oder auch mal im Regen draußen zu sitzen oder sich zu sonnen (aber natürlich muss auch ausreichend Schatten vorhanden sein!)

Nachteile der Außenhaltung:

- im Winter hat man oft wenig Lust, sich mit ihren Kaninchen draußen zu beschäftigen
- wenn man sich nicht intensiv um die Kaninchen kümmert, werden sie nicht zahm (was aber bei Innenhaltung natürlich auch der Fall ist!)

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Der Außenstall

AußenstallEigentlich sind hier der Phantasie keine Grenzen gesetzt, denn die meisten Ställe werden selbstgebaut, das hat den Vorteil, dass sie wesentlich preisgünstiger sind und den eigenen Vorstellungen mehr entsprechen...
Es gibt drei Möglichkeiten der Außenhaltung:

1. In einem "normalen" Kaninchenstall

Der "normale" Kaninchenstall hat meist eine oder zwei Boxen übereinander. Die Boxen sollten mindestens 100 X 50 X 50 cm groß sein. Bei dieser Art des Außenstalls ist es sinnvoll zwei Türen oder eine Tür in der Mitte einzubauen. Außerdem sollte ein warmes Häuschen zur Einrichtung gehören, auf dem das Kaninchen nach Möglichkeit auch sitzen kann.
Am besten baut man das Dach schräge, damit das Regenwasser ablaufen kann. Das Dach sollte ein Stück überstehen, damit es nicht in den Stall regnet.
Natürlich kann man auch hier seine Phantasie spielen lassen - warum nicht eine Zweistöckige Villa? Diese Art der Haltung eignet sich besonders für Balkone. Wenn sich in der Bodenetage eine Tür befindet, kann das Kaninchen, wenn es Balkonfreilauf hat jederzeit in seinen Stall zurückkehren.
Darf das Kaninchen auf dem Balkon laufen sollte dieser kaninchensicher sein und auch gegen Katzen geschützt sein (z.B. durch Anbringung eines Katzennetzes). Im Winter sollte man einen alten Flickenteppich oder ähnliches auf dem Balkon ausrollen, damit die Kaninchen nicht den ganzen Tag auf dem kalten Beton sitzen.
Wenn der Stall im Garten steht kann man auch eine "Bodenetage" einbauen, welche wie ein Auslauf von unterwärts vergittert und mit Erde aufgefüllt ist. Die Erdschicht sollte nur 10 cm betragen, da sich die Kaninchen sonst einen Bau zulegen könnten, der wegen zu geringer Tiefe und mangelnder Seitlicher Befestigung einstürzen und die Kaninchen verschütten könnte.
Achtung: An Silvester sollte man die Kaninchen vorsichtshalber in die Wohnung nehmen, vor allem, wenn man nicht zu Hause feiert und nicht nach den Kaninchen sehen kann. Es gibt immer wieder Jugendliche, denen es Spaß macht Silvesterknaller auf Balkone zu werfen oder Raketen, die auf den Balkon fliegen. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass der Stall oder die Einstreu Feuer fängt und die Kaninchen am lebendigen Leibe verbrennen.
Da die Kaninchen ja nur für einen Tag in der Wohnung sein und danach wieder in ihren Stall zurückkehren sollen, sollten sie in einem kühlen Raum untergebracht werden.Stall


2. In einem Kaninchenstall mit angeschlossenem Auslauf

Hier gibt es quasi einen "normalen" Kaninchen Stall, der an einen Auslauf angeschlossen ist. Hier sollte man bedenken, dass Kaninchen gerne und tief buddeln und auch ihre Jungen unter der Erde zur Weltbringen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Deshalb sollte man den Auslauf "unterirdisch" verdrahten, d.h. man hebt den Boden ca. 10 bis 20 cm ab, legt ein Drahtgitter hinein, welches natürlich auch mit den Seitenwänden verbunden werden muss, damit die Kaninchen auch hier nicht entwischen können. Die Seitenwände werden also auch 10 bis 20 cm in die Erde eingebuddelt. Nach der Fertigstellung des "Gitterkäfigs" wird dann die abgehobene Erde wieder auf geschüttet. Auch nach oben hin sollte der Auslauf vergittert werden, da sonst Hunde, Katzen, Raubvögel u.s.w. in den Auslauf eindringen und die Kaninchen schwer verletzen oder sogar töten können.
Der Auslauf kann beliebig groß sein, es ist praktisch, wenn man den Auslauf von oben öffnen kann, damit man nicht warten muss, bis das Kaninchen mal Lust hat rein zukommen, sondern, dass man jeder Zeit Zugriff hat.
Natürlich kann man auch eine Tür in den Stall einbauen und die Kaninchen nur dann in den Auslauf lassen, wenn man es möchte. Eigentlich spricht bei einem gut gesichertem Käfig nichts dagegen den Kaninchen die Wahl zulassen, wo sie sich aufhalten möchten.
Auch hier gilt Vorsicht an Silvester! (siehe oben)


3. Ein Auslauf mit wetterfestem Häuschen

Hier gelten dieselben "Regeln" wie beim angeschlossenem Auslauf, er sollte genauso sicher verdrahtet und zugänglich sein. Die Größe sollte mindestens 100 X 200 X 50 cm betragen und auf jeden Fall muss es ein wetterfestes, Kälte isoliertes Häuschen geben (z.B. Doppelwände und Doppelböden, die mit Styropor "gefüttert" sind), in das sich die Kaninchen zurückziehen können und indem sich das Futter, Heu und viel Stroh befindet. Ob das Häuschen nun an den Auslauf angeschlossen ist oder sich im Auslauf befindet bleibt dem Besitzer überlassen. Wichtig ist, das man bei dem Häuschen das Dach aufklappen kann um es zu reinigen oder das Futter zu wechseln. Das Häuschen sollte mindestens eine Größe von ca. 50X60X45 cm haben und am besten in eine "Schlafkammer" und eine Futterstelle unterteilt sein.


4. Ein Stück Garten mit wetterfestem Häuschen

Hierzu teilt man eine größere Fläche (ca. 10 -30 qm) seines Gartens ab und zäunt sie ein. Der Zaun sollte ca. 30 cm tief in der Erde eingebuddelt werden und "überirdisch" noch ca. 120 cm hoch sein, damit keine Hunde eindringen können. Zur Einzäunung kann einfacher Maschendrahtzaun verwendet werden, der in den unteren Bereichen (ca. 40 cm hoch) mit Kaninchendraht verstärkt wird. Natürlich ist es hier fast unmöglich den ganzen Auslauf von unterwärts zu vergittern, dass ist meiner Erfahrung nach auch nicht notwendig, da die Kaninchen zwar tiefe Baue bauen, welche aber nicht auf der anderen Seite des Zauns wieder heraus kommen. Aber die Ausnahme bestätigt die Regel und ein gewisses Risiko besteht immer.
Vor allem bei solch einem Freigehege kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen, wie wäre es mit Hügeln, Höhlen, verschieden Häuschen, Tunneln, u.s.w. In einem solchen Auslauf sollten nur ausgewachsene, kräftige Kaninchen gehalten werden, da er nicht sicher vor Katzen, Raubvögeln, Ratten u.s.w. ist. Auch für trächtige Weibchen ist diese Art der Haltung ungeeignet, da sie ihre Jungen unter der Erde zu Welt bringen. Als Besitzer bekommt man davon nichts mit, da sie ihre Baue nach jedem säugen auch wieder zubuddeln. Die kleinen Kaninchenbabys fallen entweder Ratten zum Opfer oder sind total scheu, wenn sie im alter von 3-4 Wochen ihren Bau verlassen. Auch gedeckte Weibchen, die zum werfen wieder herausgefangen werden sollen, sollten nicht im Auslauf gehalten werden, da sie eventuell früher werfen oder man sich verrechnet hat. Es besteht die Gefahr, dass eventuell schon zur Welt gebrachte Jungen verhungern würden, weil die Mutter herausgefangen und in den Wurfstall gesetzt wurde.

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Zusammenfassung Außenhaltung:

Auch hier gilt nicht kleiner als 100 X 50 cm Grundfläche es sollte "guter" Draht verwendet werden, der nicht so leicht kaputt geht und nicht rostet, bewährt hat sich das silberne Drahtgitter mit den quadratischen Kästchen (1 cm X 1 cm), die geringe Machengröße verhindert das eindringen von Ratten und anderen kleinen Raubtieren. Er ist zwar etwas teurer, als der "normale" Kaninchendraht, aber die Investition lohnt sich!
Zum Schutz gegen Mücken und Fliegen kann man einen Fliegenvorhang vor dem Gitter befestigen.
Ställe bzw. Häuschen müssen gut isoliert und wetterfest sein Der Eingang des Häuschens oder die offene Seite des Stalls sollte nach Süden oder Osten zeigen. Kaninchenhäuser sollten leicht erhöht stehen um damit die Kaninchen vor Kälte und Bodenfrost geschützt sind.
Außenenställe sollten mit einem Schloss gesichert werden.
Wichtig ist, dass das Kaninchen sich Jederzeit in den Schatten zurückziehen kann (bitte beachten, dass sich der Sonnenstand ändert!).
Das Kaninchen muss immer die Möglichkeit haben sich in einen Stall zurück zu ziehen bzw. ein Wetterfestes Häuschen haben.
Stall und Auslauf sollten dem Besitzer gut zugänglich sein.
Es sollten immer mindestens zwei Tiere zusammen gehalten werden.
Kaninchen sollten gegen Myxomatose und RHD geimpft sein (è Impfungen)
Ein Innenkäfig für die Wohnung sollte für den Notfall vorhanden sein. Silvester sollte man die Kaninchen sicherheitshalber ins Haus holen (siehe obenè Haltung in einem "normalen" Kaninchenstall).

Ausstattung:
1 (oder mehrere) wetterfestes Häuschen als Schutz vor Nässe und Kälte
2 Futternäpfe aus Ton
1 Wassernapf aus Ton für den Winter
1 Trinkflasche
1 Salzleckstein
1 Heuraufe
Weichholzspäne
Stroh

Selbst verständlich können beide Haltungsformen auch kombiniert werden indem man seine Kaninchen z.B. im Sommer draußen und im Winter drinnen hält.

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Wie viele Kaninchen?

Am glücklichsten sind Kaninchen, wenn man sie mindestens zu zweit hält, denn wer ist schon gerne alleine? Auch wenn man sich noch so viel Zeit für sein Kaninchen nimmt, hat man nicht IMMER Zeit für sein Kaninchen, außerdem wenn man sich vorstellt, dass man ganz alleine unter Tieren leben sollte würde man es auch besser finden noch einen anderen Menschen zu haben, mit dem man "reden" kann. Wenn man einmal gesehen hat wie sich zwei Kaninchen gegenseitig putzen oder Seite an Seite an einer Möhre knabbern, weiß man warum Kaninchen lieber zu zweit leben...
Um die häufigsten Argumente aus dem Weg zu räumen:
1. Zwei Kaninchen machen mehr Arbeit...
Stimmt nicht! Egal ob nun ein oder zwei Kaninchen in dem Käfig leben, er muss genauso oft gereinigt werden...
2.Wir wollen erst mal sehen, ob unser Kind sich darum kümmert...
Und wenn nicht? Muss das Kaninchen die ganze Zeit alleine sein, hätte es noch einen Kameraden, würde es gar nicht schlimm sein, wenn das Kind sich nicht so intensiv um sein Kaninchen kümmert...

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Kann man erst mal ein Kaninchen nehmen und später ein zweites dazu tun?

Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, nur sollte man daran denken, dass sich zwei Männchen oder zwei Weibchen nur verstehen, wenn sie zusammen aufwachsen. Möchte man zu einem bereits vorhandenen Weibchen ein Männchen setzen oder umgekehrt ist das kein Problem.
Aber am besten man entscheidet sich gleich für zwei Kaninchen, denn so ist die Eingewöhnung im neuen Zuhause für das Kaninchen wesentlich leichter.

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Männchen oder Weibchen?

Am aller besten verstehen sich ein Männchen und ein Weibchen. Natürlich sollte man bei dieser Kombination das Männchen kastrieren lassen, damit man nicht andauernd Nachwuchs bekommt. Meiner Meinung nach ist das die beste und unproblematischste Kombination.
Man kann auch zwei oder mehrere Weibchen zusammen halten, nur habe ich die Erfahrung gemacht, das die Weibchen dann teilweise dazu neigen zickig und aggressiv zu werden. Sie werden scheinschwanger, bauen Nester und reißen sich ihr Bauchfell aus. Wenn man sich trotzdem dazu entscheidet zwei Weibchen zusammen zu halten sollte man darauf achten, dass man Wurfgeschwister nimmt, diese vertragen sich im allgemeinen besser.
Oft wird gesagt, dass sich zwei Männchen nicht verstehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich zwei Männchen die zusammen aufgewachsen sind vertragen, wenn sie keinen Kontakt zu Weibchen haben und kastriert sind.
Männchen haben oft einen "besseren" Charakter und sind nicht so zickig, aber wenn sie geschlechtsreif sind markieren sie ihr Revier, das heißt sie spritzen mit ihrem Urin. Dies tun sie allerdings nicht, wenn man sie kastrieren lässt.
Weibchen haben den Vorteil, dass man sie nicht kastrieren lassen muss, da sie ihr Revier nicht mit Urin markieren (und somit auch nicht so doll stinken). Zwei Weibchen die zusammen aufgewachsen sind vertragen sich meistens, können aber manchmal "zickig" werden. Bei Weibchen, die mit einem kastrierten Männchen zusammenleben kommt dies nicht sehr häufig vor.

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Kastration

Man kann ein Kaninchen ab der 8. Lebenswoche kastrieren lassen, ich persönlich würde es aber frühestens mit 4 Monaten kastrieren lassen, da die Tiere dann schon kräftiger sind und die Narkose besser überstehen. Man sollte sich für einen Tierarzt entscheiden, der auf Kleintiere spezialisiert ist und schon öfter Kaninchen kastriert hat. Der Preis für die Kastration ist von Tierarzt zu Tierarzt unterschiedlich er beträgt ca. 60 bis 100 DM.


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